Gesundheit Heute

Pfizer stoppt Entwicklung von Cholesterin Medikament (bococizumab)

Der Pharmakonzern Pfizer Inc. berraschte am Dienstag Investoren, als das Unternehmen ankndigte, die Forschung an seinem experimentellen cholesterinsenkenden Medikament einzustellen. Das Arzneimittel war als Blockbuster-Arzneimittel erwartet worden, was dazu fhrt, dass der Gewinn fr das dritte Quartal nun deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurckbleibt.

Pfizer verkndete in einer Stellungnahme, dass das Medikament, eine bococizumab genannte Spritze, unerwartete Nebenwirkungen zeigte und im Zeitablauf weniger wirksam wurde. Der Stopp von zwei gro゚en Tests in der Schlussphase fr die Zulassung des Medikaments wird den auf das Jahr hochgerechneten Gewinn um vier Cents pro Aktie reduzieren. Zwei 臧nliche Arzneimittel werden bereits von Wettbewerbern verkauft. Die Ums舩ze von Pfizer aus dem Verkauf des neuen Pr舊arats wurden auf bis zu 958 Millionen US-Dollar bis zum Jahr 2022 prognostiziert gem葹 der Einsch舩zung der Analysten.

"Diese Neuigkeit war unerwartet und unblich unter Bercksichtigung der fortgeschrittenen Entwicklungsphase des Medikaments", schrieb Tim Anderson in einer Mitteilung an Investoren. Anderson ist Analyst bei Sanford C. Bernstein & Co., die die Aktie bislang als berragend einstuften. Er erkl舐te, dass diese Entscheidung Pfizers bereits recht dnne Pipeline der Neuentwicklungen weiter verengt.

Cholesterinmedikament

Der Vorstandsvorsitzende Ian Read sagte, dass sich das Unternehmen dazu entschlossen hat, die Entwicklung von bococizumab zu beenden, nachdem sie die Wettbewerbssituation bewertet haben. Pfizer hatte erkannt, dass weder die Patienten signifikant profitieren wrden noch es zu einem wirtschaftlichen Erfolg fhren wrde. Read erg舅zte, dass das Unternehmen krzlich Daten erhalten hat, die einen sprbaren Rckgang der Wirkung des Medikaments auf die LDL-Cholesterinwerte innerhalb eines Jahres zeigten. Zus舩zlich gab es Reaktionen des Immunsystems auf das Medikament und Reaktionen an der Einstichstelle.

Das Verfehlen des Gewinnziels tritt bei Pfizer das erste Mal seit dem ersten Quartal 2013 auf. Zudem kommt diese Entt舫schung nach mehreren Versuchen des Unternehmens, gr゚ere strategische トnderungen zu vollziehen. Im September entschied der Medizinproduktehersteller, sich nicht in zwei Unternehmen aufzuspalten. Damit wurden vier Jahre an Spekulationen beendet, in denen eine mgliche Spaltung diskutiert wurde. Nun wurde lediglich entschieden, neue Produkte und 舁tere Medikamente, deren Patent abgelaufen ist oder demn臘hst abl舫ft, in separaten Gesch臟tsbereichen anzugliedern. Angesichts regulatorischer Hrden entschied sich Pfizer im April gegen einen 160 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss mit Allergan Plc. Pfizer verwendet ebenfalls Aufk舫fe um Erfolg versprechende Medikamente aufzunehmen. Krzlich berbot Pfizer eine Gruppe von Wettbewerbern beim Kauf von Medivation Inc. und deren Blockbuster-Krebsmedikament fr 14 Milliarden US-Dollar.

Read sagte, dass das Unternehmen weiter nach passenden Transaktionen Ausschau h舁t und nicht durch die Gr゚e potenzieller Akquisitionen beschr舅kt ist. Dennoch sieht er den gr゚ten Nutzen darin, die Kernbereiche des Unternehmens weiter zu erg舅zen und zu st舐ken. Derzeit vermutet er, dass die Pharmaindustrie das Ergebnis der US-amerikanischen Pr舖identschaftswahl am 8. November abwartet und bis dahin keine gr゚eren Transaktionen abschlie゚en.

Des Weiteren erkl舐te Read, dass die Debatte um Preise fr Medikamente in den USA die Rolle der Pharmacy Benefit Manager (Arzneimitteleinkaufsorganisationen) vernachl舖sigt hat. Diese verhandeln Abschl臠e fr Medikamentenpreise im Auftrag von Regierungen und Versicherungen. Frank D'Amelio, Finanzvorstand von Pfizer, erl舫terte, dass die Medikamentenpreise bei Pfizer normalerweise im niedrigen einstelligen Bereich erhht werden, was auch 2016 der Fall war. Read erg舅zte: "Ich sehe keinen Grund, warum Pfizer den Ansatz zur Preisfindung seiner Produkte 舅dern sollte."

Neuere Medikamente

Um auslaufende Patente auf Medikamente wie das Schmerzmittel Celebrex auszugleichen, hat sich Pfizer auf seinen innovativen Bereich verlassen, angefhrt von dem Brustkrebsmedikament Ibrance, dem Blutverdnner Eliquis und der Behandlung von rheumatischer Arthritis durch die Pille Xeljanz.

Die Ums舩ze von Ibrance stiegen auf 550 Millionen US-Dollar und haben sich damit mehr als verdoppelt. Dabei haben sie sogar den erwarteten Wert von 548 Millionen US-Dollar berschritten, der im Durchschnitt prognostiziert worden war. Pfizer arbeitet daran, die Marke fr dieses Medikament auszuweiten, da es bald Konkurrenz von Behandlungsans舩zen bekommen knnte, die von Novartis und Eli Lilly & Co. entwickelt werden. Analysten sagen voraus, dass die Arznei bis 2020 5.8 Milliarden US-Dollar an Umsatz erreichen wird. Das Unternehmen verkndete, dass Ibrance jeweils 50 Prozent Marktanteil bei der Erstbehandlung und der Zweitbehandlung aufweist.

Xeljanz verkaufte 235 Millionen US-Dollar, w臧rend die Prognose ber 218 Millionen US-Dollar lautete.

Wissenswert

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